Friktionen im Welthandel

 

Handelskonflikte bremsen Welthandel Auswirkungen Europa

Handelsrestriktive Maßnahmen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, das globale Handelsvolumen stagniert seit 2018 und ging 2019 sogar zurück, die Unsicherheit über die internationale Handelspolitik ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Zölle zwischen den USA und China, die seit 2018 eingesetzt wurden, werden den Welthandel und damit das globale Wirtschaftswachstum auch in den kommenden beiden Jahren bremsen: Die OECD prognostiziert ein Wachstum der globalen Wirtschaft von unter 3 % für 2019 und 2020 – das niedrigste Wachstum seit der Finanz- und Wirtschaftskrise.

 

Globale Wertschöpfungsketten besonders betroffen

Mehr als zwei Drittel des internationalen Handels finden in globalen Wertschöpfungsketten (GVCs) statt. Neben kosten-günstigen und differenzierten Vorleistungsgütern bieten GVCs Zugang zu internationalen Netzwerken, Kapital und Wissen und wirken sich damit positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Staaten aus. Da Waren in GVCs mehrmals Ländergrenzen passieren, wirken sich Handelsbarrieren besonders negativ aus, da im Laufe der Wertschöpfungskette gleich mehrfach Zölle anfallen können und diese sowohl Endprodukte als auch Herstellungskosten verteuern.

 

Auswirkungen auf Europa

OECD rechnet mit einem Wirtschafts-wachstum in der Eurozone von 1 % in den Jahren 2019 und 2020. Ein wesentlicher Grund dafür ist eine schwache Nachfrage aus Drittstaaten und die hohe politische Unsicherheit. Vor allem die Exportnation Deutschland ist vom nachlassenden Welthandel stark betroffen – aufgrund der intensiven Handelsverflechtungen stellt dies auch für Österreich eine Herausforderung dar. Weiterhin besteht die Gefahr von neuen Strafzöllen der USA gegenüber der EU – insbesondere auch für die wichtige Automobilbranche.

 

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